• Mama

BILLIGES MAKE-UP

Wenn ich nicht schlafen konnte... Moment, ich fang’ nochmal an!

Wenn ich nachts wachlag... Ähm, das trifft es auch nicht!

So, jetzt hab’ ich’s aber: Wenn mein Baby es mir erlaubte, dann schlief ich!

Und das, was ich im Laufe des relativ jungen Babylebens so an Schlaf bekam, war wirklich überschaubar. Demnach war ich in den ersten Monaten einfach immer nur müde. Jeden Tag. Sogar nachts war ich unbrauchbar müde, weil ich nicht zum Schlafen kam. Und wenn ich „unbrauchbar müde“ schreibe, dann meine ich richtig, richtig müde! Das ist nicht dieses „müde“, wenn man am Vorabend eine Pina Colada zu viel hatte. Auch nicht jenes „müde“, das man als Vorwand nimmt, um ins Bett anstatt ins Kino zu gehen. Es ist ein ganz neues, anderes, ziemlich erschreckendes „müde“: mit Denkaussetzern à la „den Wohnungsschlüssel in den Kühlschrank legen“ und mit Schwindelgefühl ärger als im „Rock’n’ Rollercoaster“ Disneyland Paris. (Da fällt mir gleich wieder diese Geschichte ein: „SCHLAFANZUG, PUMPS UND BLAZER“)

Deshalb hab’ ich monatelang keine Schminke getragen. Gut, mit einem kleinen Putzi hinterfragt man sowieso und überhaupt die Sinnhaftigkeit dieser ganzen Malaktivitäten, die man viele Jahre lang als Single praktiziert hat. Dem Kind war das auf jeden Fall völlig wurscht, ob die Wimpern schwarz getuscht oder Natur pur waren. Und irgendwann war es das auch mir.

Keine Zeit nämlich, noch weniger Sinn. Und schlichtweg keine Lust, Schminke aufzulegen, weil sie mir durch das ständige Gähnen sowieso wieder davongeschwommen wäre. Wenn ich also trotzdem mal was auflegte, sah das ziemlich horrormäßig aus. Ein schwarzes Rinnsal quer übers Gesicht. Halloweenmaskerade Hilfsausdruck. Das gefiel nicht einmal meinem sonst so vergnügungssüchtigen Muhnikat. Zusätzlich wären jegliche Schminkversuche mit dauernörgelndem Baby am Arm ohnehin erfolglos gewesen. Wie den schminkenden Arm abwinkeln, ohne das Kind dabei fallen zu lassen? Wie die Wimperntusche halten, ohne sich selbst ins Augen zu fahren? Wie tuschen, ohne mehr von dem Zeug auf der Wange als auf den Wimpern zu haben? Und jaaaaa, klar, das Baby wollte auch malen, man sieht es! Überall in meinem Gesicht. Für mich stand schnell fest, das mit dem Schminken der Augen und einem Säugling ist nicht vereinbar.

Deshalb entschloss ich, das gleich ganz sein zu lassen, und probierte beim einen oder anderen Ausflug die Alternative Lippenstift. Aber hier stand auch schon nach sehr, sehr kurzer Zeit fest: DEN VERWENDE ICH IN MEINEM GANZEN LEBEN NICHT MEHR! NIE WIEDER!!! Charmanter O-Ton vom Kindsvater, als ich für einen Ausflug zum Ikea meine Lippen zu einem roten Kussmund formte. (Und ich nenne den Kindsvater in diesem Zusammenhang ganz bewusst „Kindsvater“, das möchte ich hier schon festhalten.) Der Grund folgt sogleich: „Was hast du da im Gesicht? Willst du den Kleinen als Clown belustigen?!“ Gut, aber das ist eine andere Geschichte und hat eigentlich nichts mit Müdigkeit zu tun. Zumindest nicht meinerseits. Für den Kindsvater erhoffte ich mir in diesem Moment aber eine ganz gravierende Müdigkeit oder ein seltenes Fieber als Grund. Alles andere wäre nicht entschuldbar gewesen.

Die Babymonate wurden also von billigem (eigentlich nicht existentem) Make-up begleitet. Wenn ich am Ende des Tages mal so überschlagsmäßig zusammenrechne, dann komme ich zum Schluss, dass Kinder keineswegs teuer sind! Das behaupten ja immer alle. Ich summiere die gesparten Wimperntuschen, Lippenstifte, Kajals und unnötigen Puderdöschen der gesamten Kleinkindzeit– und schwups! – hat man sich als Mama schon jede Menge Geld erspart! Ganz zu schweigen von den vielen, vielen Klamotten, die man plötzlich nicht mehr so dringend wie früher braucht. Wir gehen jetzt zur Feier dieser Erkenntnis mal gepflegt shoppen. Kuhbutter oder Windeln wahrscheinlich. Schönen Tag euch!



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