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CORONA NUSSKNACKER ANGST

Ich leide unter immenser Corona Nussknacker Angst! Ich muss gar nicht intensiv daran denken und schon wird mir flau im Magen. Bei uns leiden ja im Moment irgendwie alle. Ich unter dieser echt bizarren Angst und meine Kinder unter ziemlich heftigen physischen Corona-Schmerzen. OHNE jemals mit diesem Virus infiziert gewesen zu ein. Krass! Echt krass, ja! Ich sag’s euch, auch für Nichtinfizierte ist Corona brandgefährlich. Wie das geht?

Ich nehme einmal unsere Familie als Beispiel her, so lässt sich das einfacher erklären. Wir sind ein österreichischer Klassiker und diesbezüglich echt unheimlich spießig: Vater, Mutter, 2 Kinder. Und eines kann ich nach mehrwöchiger, intensiver Beobachtungsphase behaupten: Seit wir im corona’schen Hausarrest sitzen, strotzen unsere Kleinkinder nur so vor Wunden - entstanden durch wirklich kuriose Unfälle, die es „vor Corona“ so nie gab.

Trinkflaschen-Cut. Unsere Tochter fällt von der 40cm hohen Couch auf den Teppich. Soweit alles normal. Nur, was sie sich dabei zuzog, hat mich wirklich schockiert. Ein blaues Auge, eine blutende Schürfwunde. Weit und breit nichts am Boden außer flauschige Wolle. Ein Stückchen weiter weg ihre Trinkflasche und Papas Lederpatschen, ja! Aber woher kommen denn bitte diese Verletzungen? Mysteriös. Mega-Heulkrampf inklusive und zurecht, denn das sah gar nicht gut aus.

UFO-Begegnung. Am 57. aufeinanderfolgenden Tag im heimischen Garten rutscht unser Sohn – wohl aus Langeweile – von der Schaukel. Seitlich oder quer oder doch gerade oder wie auch immer. Er fällt jedenfalls von dieser Schaukel und plumpst auf einen... Auf ein. Auf einen. Auf ein... Was auch immer. Nichts zu sehen. Abgesehen von einem blauen Backerl auf der kindlichen Wange. Hä, wogegen ist der da jetzt ernsthaft geflogen? Gänseblümchen? Imaginärer Boxerfreund? UFO? Ich weiß es bis heute nicht.

Raubtier-Lektüre. Aus Übermut, noch ein weiteres Buch (übrigens das 4.849. AN DIESEM TAG) vorgelesen zu bekommen, läuft unser Sohn ins Spielzimmer. Er kommt wenige Augenblicke später zurück. Mit kindgerechtem Kartonagenbuch in der Hand, Tränen in den Augen und blutenden Kratzern am Kinn. „Das Buch hat mich gekratzt!“ Nämlich richtig blutig gekratzt. WTF? Bitte, es war kein 3D-Buch über Raubtiere und auch nicht die Unendliche Geschichte. Wie kann ein stinknormales Kinderbuch blutende Wunden verursachen?

Nussknacker-Beule. Auch außerhalb meines persönlichen Lazaretts erfahre ich laufend neue coronabedingte Horror-Geschichten. Natürlich nur übers Handy, versteht sich. Und mit detaillierter Fotodokumentation, versteht sich auch. Mir wird regelmäßig schlecht, wenn ich neue Nachrichten von Freunden und Familie abrufe. Das Kind meiner Freundin sitzt am Boden, kippt ohne ersichtlichen Grund aus dem Schneidersitz nach vorne und holt sich eine Beule. Eine Beule so groß wie eine reife, wohlgeformte Walnuss. Wenigstens ohne Nussknackereffekt, zum Glück, denn die Haut blieb zu. Davor fürchte ich mich ja insgeheim am meisten. Aber die Schädel unserer Kinder sind hart wie Stahl, da passiert nichts, davon bin ich überzeugt! *klopfklopfklopf*

Florales Mordwerkzeug. Auch die Generation ü60 trifft es „mit ohne“ Corona hart. Meine Mutter zum Beispiel hat von einem kürzlich erlebten Unfall berichtet. Sie wollte etwas vom Boden aufheben. Lurch oder Blätter oder sonst etwas. Ganz normale Haus-/Gartenarbeit eben. Plötzlich ein Stich. Blut. Tropfend aus dem AUGE! Horror. Bitte, was war passiert? Irgendein Holzteil bohrte sich in ihr Auge. Echt so richtig mitten ins Auge. Es war blutunterlaufen und mit Schmerzen für mehrere Tage verbunden, aber zumindest ohne Folgeschäden. Glück im Unglück. Im selben Haushalt gab’s übrigens auch eine stark blutende Schnittverletzung. Der Übeltäter: Eine Blumenschüssel aus Plastik. Zerbrochen aus einem nicht ersichtlichen Grund. Die Scherbe hätte locker als Mordwerkzeug durchgehen können.

Ich sag’s euch, manchmal frage ich mich, ob das Zuhausebleiben wegen Corona nicht schon bald gefährlicher als Corona selbst ist. Bitte, lieber Gott, bewahre uns vor noch schlimmeren Unfällen! Ich fürchte mich schon jedes Mal, wenn ich daheim etwas rumpeln und pumpeln höre. Gut, meistens ist es tatsächlich nur die Toniebox, die vom Sessel gefallen ist, aber Gänsehaut und aufgestellte Nackenhaare sind mittlerweile das Mama-Standardgefühl in der viel zitierten „neuen Normalität“. Gute, alte Zeiten ohne UFOS, Nussknackerbeulen und Mordwerkzeuge, wo seid ihr? Ich vermisse euch. Kommt bitte bald zurück! Meine Kinder wären sehr dankbar!




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