• Mama

EIN DIENSTAG, WIE ER FRÜHER EINMAL WAR

Der Sommer 2020 fällt also auf einen Dienstag, juhu! Endlich ist der Sommer da. Der erste richtige Hitzetag in diesem Jahr. Und wahrscheinlich war’s das dann auch schon wieder mit dem Sommer. Österreichische Sommer sind ja ohnehin immer unbeständig und meistens unbrauchbar. Der Juni und Juli waren ja echt für nix zu gebrauchen. Zuerst zu trocken und zu kalt. Das ständige Gießen im Garten – nervig. Danach der scheußliche Dauerregen. Da schwimmt einem das ganz Hochbeet davon. So ein grausiger Sommerstart.

Heute ist es aber wirklich einmal so richtig schön warm, diesen sommerlichen Dienstag sollte man ja wirklich in vollen Zügen genießen. Das fühlt sich fast so wie die Sommertage früher an, als ich noch ein Kind war. Da konnten wir in den Ferien jeden Tag ins Freibad gehen und die Tageskarte so richtig auskosten. Das gibt’s ja heutzutage gar nicht mehr. Da reicht eine Halbtageskarte allemal aus. Die Jahreszeiten sind ja sowieso nicht mehr das, was sie früher einmal waren. Übergangszeiten ohnehin Fehlanzeige – von ganz kalt auf ganz heiß binnen zweier Tage.

Ja, ja, aber ich spüre es schon. Das Haus wärmt sich unangenehm auf. Sollte der Sommer 2020 tatsächlich länger als nur diesen einen Dienstag dauern, dann hoffe ich stark, dass die Quecksilbersäule nicht mehrere Tage über die 30 Grad klettert. Dann kann man die Räume zu Hause ja nie mehr unter 25 Grad kühlen und die Nächte werden so schwitzig. Das mag ja auch keiner.

Wenn’s regnet, dann regen wir uns auf, dass es zu viel regnet. Und dass der Regen so nass ist. Wenn es schneit, dann sind die Straßen patzig und der Verkehr flutscht nicht. Und, nicht zu vergessen, das Eis ist zu rutschig! Wenn die Sonne scheint, dann ist die gleich zu heiß und so aggressiv und das hält ja keiner aus. (Schon gar nicht mit Maske.)

Bitte, ein waschechter Österreicher ist nur dann ein waschechter Österreicher, wenn er ordentlich sempern kann. Am liebsten zu jeder Tages- und Nachtzeit. Und dann wundern wir uns auch noch, dass unsere Kinder nichts Anderes machen, als sich den lieben langen Tag über irgendwelche Dinge zu beschweren. Deshalb hab’ ich mir vorgenommen, diesen Sommertag 2020 – sei’s der einzige oder einen von vielen, die folgen - bewusst wahrzunehmen und meinen Kindern ab heute nur Positives zum Thema Wetter mit auf den Weg zu geben. Ich versuche es zumindest. Das ist ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer für die nächste Generation Österreicher, die hoffentlich weniger Querulanten heranzüchtet. Habt einfach einen wundervollen Tag und genießt das Leben. Haltet die Zecherl in die Sonne, kühlt euren Nacken mit Eiswürfel und atmet den Sommer, meine Lieben!



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