• Mama

EIN KÖNIGREICH FÜR EINEN PIMMEL

Wie blöd war ich eigentlich? Ich habe doch tatsächlich als Schwangere schon die häusliche Betreuung unseres noch ungeborenen Kindes fixiert. Ohne zu wissen, was da eigentlich auf mich zukommt. Fehler. Schwerer Fehler! Diese suspekten Mamahormone haben mich wohl dazu getrieben, dass ich freiwillig jede Nacht übernehmen wollte. Montag bis Sonntag. Und auch jeden Morgen. Montag bis Sonntag. Und das alles ganz freiwillig! Schließlich bin ich ja zu Hause. Schließlich muss mein Mann ja hart arbeiten. Und schließlich muss er sich dann ja auch ausschlafen können. Bullshit! Fünf Monate hat es gedauert, bis ich eines Morgens – ich weiß es noch genau, es war ein Samstag – auf der Spielematte saß, nur ein Auge offen, weil das andere noch schlafen wollte. Nach diesen fünf Monaten dachte ich mir einfach nur noch: Lieber Gott im Himmel, schenk’ mir bitte, bitte einen Pimmel!


Nur für einen Tag. Einen Tag möchte ich Papa sein. Einfach freiwilliger Teilzeit-Bespaßer und kein Vollzeit-Kasperl! Keine 24/7 Milchbar mit nächtlicher Happy Hour. Und an diesem einen Tag mit Pimmel möchte ich so lange ausschlafen, bis mir die Sonne auf den Penis scheint.


An diesem besagten Samstag mit halboffenem Auge stand mein Mann gegen 9:15 Uhr bei uns auf der Matte und sagte: „Komm’, Süßer, wir spielen was!“. Ich angefressen: „Nix mehr mit Spielen, wir sind seit 5:30 Uhr munter, der ist schon wieder müde!“ Meinen Frust musste ich sogleich nach dem Verfrachten des Kindes in vollem Umfang loswerden. Mit Schluchzen und Tränen nämlich.


Da mir mit ziemlicher Sicherheit auch für nicht einmal einen Tag ein männliches Geschlechtsteil wachsen würde, musste also eine andere Lösung her! Und sie kam dann auch. Seit diesem historischen Tag übernahm mein Mann immerhin an einem Wochenendmorgen im Monat die Tagwache und ich konnte noch ein bisschen nachschlummern. Zumindest so lange, bis der Ruf des Milchvampirs zu laut wurde. Und aus diesem einen Morgen wurden dann irgendwann mal zwei. Und wenn die Oma zu Besuch kam, erhaschte ich noch einen dritten Morgen. Danke, lieber Gott, den Pipimann brauch’ ich nicht mehr, es klappt auch ganz gut ohne!


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