• Mama

FRANKFURTER-ENTHUSIASTEN

In der heutigen Geschichte geht es mal ausnahmsweise nur um mich! Das neue Jahr beginnt also ziemlich egoistisch. Neues Jahr – neues Jahr, sage ich ja immer, weil ich bin kein Mensch, der den Jahreswechsel zelebriert und ich bin auch kein Mensch, der mit guten Vorsätzen ins neue Jahr startet. Das neue Jahr ist für mich also einfach nur ein neues Jahr am Kalender. Nicht mehr, nicht weniger.


Also, jetzt aber zur Geschichte. Vor 30 Jahren habe ich eine ziemlich spannende Entdeckung gemacht: Schuller gehören zu Würstelständen wie Ketchup zu Pommes.

Damals war der Grazer Hauptplatz noch voll mit Würstelständen und wenn man sich bei diesen Imbissläden mal genauer umgeschaut hat, hat man Folgendes gefunden: Schnuller


Auf den ersten Blick eine merkwürdige Sache, stimmt! Zumindest im ersten Moment, weil wenn man genauer darüber nachdenkt, war das überhaupt nicht so kurios. Es gab Frankfurter mit Semmel für die Kleinen und da waren die Zuzis so schnell ausgepuckt, so schnell konnte keiner schauen! Nicht einmal die Eltern. Also, die kleinen Frankfurter-Enthusiasten spuckten diese in hohem Bogen aus, danach landeten sie (die Schnuller - nicht die Kinder) am Boden und blieben dort achtlos liegen. Und aus dieser Entdeckung entwickelte mein kindliches Ich eine ziemliche Sammelleidenschaft. Ich hob ab dann verlorene Schnuller immer und überall mit einem Taschentuch auf, reinigte sie, kochte sie aus und legte sie in mein Kinderzimmerregal. Viele Jahre lang freute ich mich über jeden Neuzugang in meiner Sammlung, bis eben eines Tages die Schnullerketten erfunden wurden!!! Ja, eine für mich sehr dramatische Erfindung, weil sich danach das Erfolgserlebnis auf einige wenige pro Jahr beschränkte. Aber die Enttäuschung war zum Glück nicht von langer Dauer. Bald darauf war ich dann nämlich auch schon alt genug, um es nicht mehr so richtig lässig zu finden, neben meinen Freundinnen angelutschte Schnuzis aufzuheben. Deshalb rückblickend doch nur halb so tragisch.


So lagen die einst leidenschaftlich gesammelten Nuckelexemplare dann irgendwann verlassen in meinem Keller und fristeten ihr kautschuk-klebriges Dasein. Zuerst in einem alten Karton und dann in einem blauen Ikea-Sack. Erst jetzt, so viele Jahre später, habe ich sie entstaubt, wieder zurück ans Licht geholt und zusammen mit meinen Kindern etwas wirklich Eigenwilliges, aber schon auch ziemlich Cooles, daraus gebastelt. Was das genau ist, zeige ich euch ein anderes Mal. Nämlich im „Mama Muh“-Gewinnspiel. Das bereite ich gerade für euch vor, um den einjährigen Geburtstag meines Blogs zu feiern. Nämlich mit Geschenken. So gehört sich das ja schließlich bei einem Geburtstag! Ich hoffe, ihr seid dann zahlreich dabei und versucht euer Schnuzi-Glück!



Wenn du neue Geschichten von mir und meinem Muhnikat gleich als Erste/r lesen möchtest, registriere dich hier! Natürlich kostenlos und unverbindlich. https://www.mamamuh.com/abonnieren