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FROHE OSTERN: PAPA, PUFF UND NUTTEN

Ich habe lange überlegt, ob ich diese Headline und den dazugehörigen Artikel veröffentlichen soll. Aber wie ihr seht, habe ich mich dafür entschieden! Wer redet schon gerne über Puffs und Nutten, wenn es um den eigenen Ehemann geht?! Na ja, ich versuche jetzt erstmal eine passende Überleitung zur Geschichte zu finden. Eine Überleitung, die zumindest nicht allzu kurios ist. Hm. Nein, egal. Ich mach’s gleich ohne Umwege: Wir waren in der Kirche. Es war Ostern. Der Kirchgang somit obligatorisch und von Herzen. Unser sonst so quirliges Muhnikat war nämlich ein äußerst passionierter Kirchgänger. Klingt komisch, war aber so. Die bedachte Atmosphäre wirkte sich positiv auf sein sonst so unruhiges Gemüt aus. Für uns natürlich sehr willkommen. Wenn meine beiden Männer sonntags einen Ausflug planten, um mir ein wenig Me-Time zu verschaffen, dann gingen sie also entweder gemeinsam in „Die Schmiede“ trainieren oder in die Kirche.

Gut, es war Ostermontag und wir quetschten uns also in eine Bank etwa in der Mitte des Kirchenschiffs. Wir versuchten, möglichst wenig aufzufallen. Es blieb allerdings beim Versuch, weil wir an diesem Tag einfach zu spät dran waren. Ist ja so gar nicht meine Art, aber mit jungem Kleinkind und vor allem trödelndem Mann passiert das manchmal. Knarrende Bänke, raschelnde Jacken – da ernteten wir schon den einen oder anderen Blick. Störte uns aber nicht. Bei den tadelnden Blicken der älteren Damen dachte ich mir nur „Spießeromi! Umdrehen zum Altar, bitte! Vorne spielt die Musik.“ und lächelte dabei freundlich.

Ein paar Minuten später. Alles wieder ruhig und im Lot. Kind kuschelnd auf meinem Schoß. „Papa?“, fragte unser Sohn leise und schaute sich suchend um. „Der Papa holt noch schnell das Liederbuch.“ Ich zeigte dezent, nur mit dem Kinn, die Richtung an. „Da sind die Texte und die Noten drinnen.“, flüsterte ich in sein Ohr (mein Sohn hat übrigens sehr entzückende Ohren). „Dann können wir mitsingen!“, erklärte ich ihm weiter. Damit gab er sich zufrieden und wartete geduldig auf die Rückkehr seines Vaters. Nur wenige Augenblicke später bog dieser schon wieder in unsere Kirchenbank ein. In der Hand das angepriesene Gotteslob. Freudig strahlte unser Kind dieses Gotteslob-Exemplar an und schrie lauthals in die andächtig betende Kirchengemeinschaft: „Papa! Puff! Nutten!“

Ups. Stille. Und wieder diese Blicke.

Der Papa. Puff und Nutten. Und das alles in der Kirche während der so wichtigen Osterfeierlichkeit. Geht’s noch unpassender? Ähm, okay! Ich versuchte zu beschwichtigen: „Ja, der P-A-P-A ist zurück. Er hat das B-U-C-H geholt, da sind die N-O-T-E-N drinnen, genau!“, wiederholte ich in gleicher Lautstärke. Einerseits um unseren glücklichen Sohn in seiner Euphorie zu bestärken und andererseits hoffte ich auch, dass möglichst viele Gläubige das hören konnten.

Wobei, das war die erste - gesellschaftlich korrekte - Reaktion. Die zweite, meine persönliche Reaktion darauf: Eigentlich wollte ich mich nicht rechtfertigen. Eigentlich war es mir tatsächlich wurscht, was die Omis dachten. Weil eigentlich amüsierte es mich aus tiefstem Mamaherzen. Eigentlich wollte ich nur laut loslachen. Und das machte ich dann auch! Solche Augenblicke gehören bewusst gelebt. Mit all den schönen, kribbelnden Schmetterlingen in Herz und Bauch. Maria und Josef, das Leben schreibt wirklich die geilsten Geschichten! Danke. Und: Frohe Ostern, ihr Lieben!



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