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GASTBEITRAG: SPIEGELEI UND ZYKLUS

Heute gibt es einen Gastbeitrag von meiner lieben Freundin Martina Mayer - vielen Dank für den amüsanten Einblick in euer Leben! Ich bin jedes Mal und immer wieder erleichtert, dass es auch anderen Mamas so geht wie mir! I feel you!



Manchmal gehen eben die Pferde mit mir durch. So auch heute und deshalb meinten meine Junges, wenn ich so eine gemeine Mama bin, könnten sie auch gleich ausziehen...


Einige Zeit später bei der täglichen Diskussion ums Abendessen, und ja, es ist jedes Mal eine Diskussion, wird das Thema "Auszug" nochmals aufgegriffen. Wobei unser Erstgeborener ja recht schnell "abgefertigt" ist, nachdem sich lediglich 5 Gerichte auf seinem gesamten Menüplan befinden. Da wird es beim 2. in der Thronfolge schon etwas schwieriger. Nach seiner obligatorischen Frage, was es denn alles gäbe und ich ihm zum gefühlten 100000 Mal erkläre, dass wir kein Restaurant sind, einigen wir uns auf ein Spiegelei. Ganz interessiert sagt er, er möchte bei der Zubereitung zusehen. Das ist dann einer der Momente, wo einem das Mamaherz aufgeht und man die letzten schwierigen Stunden sofort vergisst. Also, ab in die Küche zum gemeinsamen Kochen. Während ich die Eier aufschlage, erklärt mir mein Gehilfe, dass es sehr wichtig sei, zu wissen, wie man Spiegeleier macht, denn, wenn er und sein großer Bruder jetzt dann ausziehen, wird er immer für beide kochen...


Der besagte große Bruder dementiert sofort den Auszug und meint, sie werden auch noch nach unserem Tod (d.h. nach dem Tod der Eltern) hier wohnen. Und sie werden jeden Tag Zuckerwatte machen - aber nur eine pro Tag, denn sie wollen schon auch auf ihre Gesundheit achten.

Was soll ich sagen obwohl mir heute an meinem 1. Zyklustag vorkommt, meine Gebärmutter fällt raus, und ich die Sinnhaftigkeit dieser monatlichen Schmerzen hinterfrage, bin ich doch dankbar für meine zwei Kinder und im Moment auch für jeden 1. Zyklustag in meinem Leben...