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GEFÜHLTER DAUERPUPS

Wenn Babys und Kleinkinder schlecht gelaunt sind, dann suchen Eltern nach Gründen dafür. Nach für sie erleichternden Gründen im Idealfall. Bringt zwar nix, tun sie aber trotzdem. Die einen machen die Zähne für die miese Laune verantwortlich, die anderen einen Schub. Manchmal ist aber auch der Vollmond Schuld am Dauergenörgle. Oder der Schnee, wie meine Schwiegermutter sagt. Auch der Stuhlgang kann der Übeltäter sein - meistens der berühmte quersitzende Pups. Für viele ist es einfach nur eine Phase, die wieder vorbeigeht. Und so, wie das alles ganz plötzlich gekommen ist, verschwindet es auch ganz plötzlich wieder.


Aber als unser eigenes kleines Wunder auf die Welt kam, war bei uns alles anders als davor gehört! Nach den ersten Monaten als Eltern wusste ich: Wir gehören zu einer sozialen Randgruppe! Phase, Schub, Zahn, Mond, Schneewetter, Pups – all das konnten wir nicht unterscheiden. Weil nämlich unser gesamtes Leben ein gefühlter Dauerpups war!


Tja, es gibt tatsächlich auch Babys, die chronisch unzufrieden scheinen. Über viele Monate hinweg (oder sogar ein ganzes Leben lang??!! Hilfe!). Unabhängig davon, ob ein Eckzahnderl anschiebt, der Mond voll oder gar nicht am Himmel sichtbar ist, oder im Kopf gerade eine neue Hirnwindung entsteht. Unser Sohn beschwerte sich. Immer und den ganzen lieben langen Tag über alles und jeden. Mal lauter, mal leiser.


Liebe Muttis, liebe Vatis, Pärchen und Eltern in spe, ich sehe es als meine Pflicht, euch darüber zu informieren! Im Vorfeld. Nämlich jetzt und das ganz ausführlich! Auch unsere High Need Putzis sind ganz normale Kinder! Ein bisschen anders aber normal. Wir Mamas und Papas, die jeden Tag ihr Bestes geben, wollen klarstellen: Das Kind hat bestimmt keinen Hunger, es ist auch nicht sonderlich verwöhnt und hat wohl offensichtlich auch keine Schmerzen. Es äußert seine Gefühle und Bedürfnisse eben nur anders als deine eigenen Nachkommen, dein Patenkind oder das Mäderl deiner Nachbarin!


Und, liebe Mamas, und solche, die es noch werden wollen: Bitte, seid nicht entmutigt, wenn das Leben mit Kind ganz anders ist, als ihr es erzählt bekommen habt. Denn das Wunder hinter dem Wunder Mensch: Mein Mamaherz vergöttert dieses einzigartige, laut klagende Individuum, das sich mit keinem Kind vergleichen lässt, trotzdem! Tief in mir drinnen verzweifelt diese besondere Liebe oft, möchte sich innerlich vergraben, in einer Höhle verstecken und verhält sich gleich wie mein Sohn: Sie jammert, kreischt, findet die Welt unfair und weint bitterlich. Aber sie ist trotzdem immer da. Irgendwie und irgendwo mobilisiert eine Mutter immer wieder Kräfte, um für den nächsten Tag motiviert zu sein. Um ihrem Kind ein Lächeln zu schenken, es zu bestärken und sanft wiegend durch das Leben zu begleiten. Um es vernarrt zu streicheln und zu busseln.


Mein Mann sagt: Frauen bekommen das von der Natur frei Haus mitgeliefert! Nämlich die richtigen Hormone zum Mamasein. Und deshalb geht es immer. Irgendwie. Und irgendwann wird er auch bei uns kommen. Jener Tag, an dem sich diese ganzen Baby-Pupse sprichwörtlich in Luft auflösen! Ich freue mich schon darauf, denn ich glaube ihnen ja einfach alles. Den Mamahormonen, die gerade wieder aus mir sprechen. Die fühlen sich ganz warm und wunderbar in meinem Bauch an.


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