• Mama

LEUCHTENDER STIER

Letztes Jahr, als das Laternenfest noch normaler Bestandteil des Kindergartenjahrs war, waren auch wir mittendrin im Lichtergeschehen. Wir spazierten vom Kindergarten los Richtung Pfarrplatz, wo die Kinder noch einige Lieder vorgetragen und ihre Martins-Kipferln zum Teilen erhalten haben. In der Hand stolz die selbstgestaltete Laterne. Sehr lieb, sehr schön, sehr nett. Wie so etwas eben ist, wenn viele, viele kleine Wuzis Freude verbreiten.

Und meistens werden schöne Ereignisse bei uns zu Hause dann einfach noch einmal wiederholt oder nachgespielt. Da wird ein Frühstücksbuffet wie im Urlaub aufgebaut oder Nikolo mit Papas großen Stiefeln gespielt.

Auch das Laternenfest wurde am nächsten Tag daheim noch einmal nachinszeniert. So verlangte es unser Muhnikat. Als es langsam dunkel wurde, packten wir uns also wieder alle in warme Kleidung ein und setzten die kleine Schwester in den Kinderwagen. Die Kerze in der Laterne wurde angezündet. (Wobei, in dieser Generation müsste man ja fairerweise sagen: Die LED-Kerze wurde eingeschaltet, weil Feuer gibt es da ja keines mehr.) Aber dann STOP. Kommando zurück, es kann NICHT losmarschiert werden. Nein, denn ein kleines, aber wichtiges Details war anders als gestern! Heute musste auch ein Rindvieh mit. Eh klar! Aber nicht in der Jackentasche oder im Kinderwagen. Nein, das Rindvieh musste IN DIE Laterne rein. Das hat sich nämlich einen Ehrenplatz verdient. Selbstverständlich! Und der Ehrengast fehlten noch. Zurück also zur Schleichtier-Kiste und ein prächtiges Fleckvieh geschnappt. Perfekt, nun konnte es also wirklich losgehen! „Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Da oben leuchten die Sterne, da unten da leuchtet der Stier!“



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