• Mama

LIEBE ZUM FLECKVIEH

Ich liebe meinen Sohn. Und er liebt... mi, Milchkühe! Er ist (noch) kein Mann der vielen Worte, aber die Wörter, die er kann, wiederholt er immer und immer wieder. In unserem Fall ist es „Mama, Muh!“, was so viel heißt, wie:

„Hey, Mama, lies mir mal schnell alle Bücher vor, in denen Kühe eine Rolle spielen. Muss aber keine Hauptrolle sein. Es reicht ein zwei Millimeter großer Kuhkopf im Bildhintergrund. ALLE. Und füttere danach oder am besten zeitgleich die Schleich-Kühe. Die haben schließlich auch Hunger! Nicht mit der Gabel – mit dem L-Ö-F-F-E-L! Und vergiss nicht, dass du die Kuschelkuh im Kinderwagen richtig anschnallst, bevor wir rausgehen! Nein, das ist nicht richtig. Nein, so auch nicht! Neeeeihheiiiiin!!!“


Tja, man mag es kaum glauben, aber all das kann mein anderthalbjähriger Sohn mit „Mama, Muh!“ ausdrücken! Wie gesagt, ich liebe meinen Sohn, aber seine Liebe zu Kühen lässt mich oft schon gegen 9 Uhr verzweifeln... Da krieg’ ich die Hörner des Stiers in die Waden gebohrt, während ich den Frühstücksapfel aufschneide. Oder ich spüre ziemlich unsanft die schwarz-weiße Kuhlektüre auf meinem Kopf, wenn ich die Geschichte nicht noch ein drittes Mal lese. Grund: Ich hole mir ein Taschentuch. Und wenn er nichts davon macht, dann jammert er. Ununterbrochen. So lange, bis ich alles liegen oder stehen lasse und meine Augen nur auf ihn gerichtet sind.


Mein Sohn ist nämlich vergnügungssüchtig. Und in dieser Vergnügungssucht auch noch außerordentlich ausdauernd und fordernd. Da gibt’s keinen warmen Schluck Schwarztee, kein Gespräch mit einer Freundin, kein Taschentuch bei triefender Nase und kein Vorkochen für den Abend. Nein, so etwas kenne ich nur vom Hörensagen! Seine persönliche Mama Muh – also: ich – ist seine Dauerbespaßungsmaschine. 24/7 aktiv. Und manchmal, wenn die Nacht besonders hart war, bin ich kurz nach dem Aufstehen schon wieder müde. Und unsere Nächte sind immer hart.


Unser Sohn war eigentlich schon immer irgendwie anders als andere Kinder. Auf jeden Fall besonders. Ziemlich „High need“, wie man heutzutage sagt. Kinder soll man nicht vergleichen, ich weiß. Aber trotzdem tu’ ich es und ich habe festgestellt, dass ich kein zweites Kind wie ihn kenne. Er braucht von allem mehr – er will von allem mehr. "Des passt auf ka Kuahhaut!", wie man bei uns in Österreich sagt. Er ist bewundernswert ausdauernd, extrem fordernd und auch unheimlich anstrengend. In seiner Liebe zu Kühen und in allen anderen Dingen, die ihm wichtig sind. Aber in seiner außergewöhnlichen Art auch enorm liebenswert, besonders aufnahmefähig und unsagbar interessiert. Und das Beste: wahnsinnig witzig!


Er bekommt und nimmt alles von mir, aber irgendwie scheint es nie zu reichen. Wie ein Fass ohne Boden. Tja, und deshalb kämpft mein verliebtes Mutter-Herz jeden Tag aufs Neue unaufhörlich mit dem schweißtreibenden Kuh-Desaster. Und ich weiß es wirklich nicht: Wie soll ich den morgigen Tag bloß wieder überstehen?! Aber dann schau’ ich mir dieses einzigartige Wesen, unser kleines "Muhnikat", an und denke mir: Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen eben Mühe!


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