• Mama

MAMA, PAPA, DU

Wenn du als Eltern nach einem Namen für dein ungeborenes Kind suchst, dann ist das eine große Herausforderung. Ein wirklich großes Projekt ist das in der Regel. Erst wenn du also selbst vor dieser Entscheidung stehst, weißt du, wie sich das anfühlt. Diese endgültige Entscheidung, die du deinem Kind mit auf den Weg gibst. Wird der Name eine Bereicherung sein, ein gesellschaftlicher Stempel? Wird das Kind dadurch in eine Nische gedrängt, bevorzugt? Was einem da so durch den Kopf schwirrt, gigantisch!

Und wenn einem doch einmal ein Name gefällt, ja, dann kommt dein Partner mit Befindlichkeiten ins Spiel oder die Oma in spe oder sonst wer: Nein, das geht nicht, ich kenne da eine, die so heißt, und die hat mir als Kind immer die Finger umgebogen! Nein, so hieß mein erster Liebeskummer und der war ein A***! Wie? Sjasiöfunbisedfiaesrnsdfjn? Bitte nicht, das kann doch keiner aussprechen! Geht nicht, da gibt’s blöde Reime wie: „Der Benedikt hot’s Kalbl gschlickt. Der Isidor mog no a poar!“

Gut, kein Benedikt, ich verstehe! Okay, okay, dann wieder zurück auf Anfang. Und dieses Mal werden potentielle Namenskandidaten nur unter den Eltern gewälzt, sonst wirst du nie fertig.

Komplexe Sache, wie gesagt, sehr komplex! Was aber die meisten Menschen nicht bedenken, ist, dass viele Kinder ihren eigenen Namen lange Zeit selbst nicht aussprechen können. Zu schwierig, zu lang, zu exotisch. Das wiederum ist aber komischerweise bei fast niemandem ein Kriterium für die Namenswahl. Zumindest hat das in meiner Gegenwart noch nie jemand bewusst geäußert.

Na ja, bei uns war das eben auch so. Zu lang, würde ich tippen. Zusätzlich auch etwas schwierig, muss ich zugeben. Und deshalb hat sich unser Sohn dazu entschieden, sich selbst „Du“ zu nennen. Das ist universell. Das versteht jeder. Da ist er pragmatisch. Wenn er also ein Familienfoto von uns angeschaut hat, strahlte er und meinte: „Mama, Papa, Du!“ Entzückend. Irgendwann wurde aus dem „Du auch!“, wenn er etwas wollte, doch noch ein „Edoid auch!“. Und kurze Zeit später konnte er seinen Namen schon perfekt aussprechen. Das ging dann überraschend schnell für diesen recht komplizierten Namen.

Unsere Tochter nennt sich selbst übrigens „Roia“ und ihren Bruder „Lapad“. Und weil ich es so niedlich und witzig finde, habe ich mich mal durchgefragt, welche Kreationen bei anderen Kindern so aufpoppen. Hier eine kleine Auswahl – viel Spaß dabei! Mich hat das wirklich amüsiert! Danke dafür.

Goliki = Dominik; Ikke = Aurelia; Atop, Jagug, Gaugug = Jakob

Hamü = Samuel; Höon = Leon; Osas = Jonas; Luuda = Lukas

Gaga = Carmen; Mamu = Marcus; Oio = Oliver

Njami = Benjamin; Wedi = Felix; Hahnen = Jaren

Tne = Matteo; Nizza = Nicklas; Faisi = Fabian

Wawa = Ronja; Nanda = Alexander


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