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ROBO KIDS

Meine müden Kopfschwachsinnigkeiten waren ja schon öfters Thema hier am Blog (Schlafanzug, Pumps und Blazer). Wenn ich nachts kinderbedingt nur in den Halb- statt in den Tiefschlaf falle, dann entstehen bei mir wahnwitzige Gedanken und – das ist neu – auch ganz spezielle Wünsche.

Letztens habe ich mich nämlich Folgendes gefragt: Die Natur ist doch bestrebt, dass sich die Menschen vermehren, viele Nachkommen zeugen und ihr Erbgut möglichst breit streuen. Warum aber um alles in der Welt ist dann die Aufzucht dieser kleinen Nachkommen so unheimlich intensiv, sooooo mordsanstrengend? Kein Schlaf, endlos viel Arbeit, die Krankheiten, die Organisation, die Sorgen, die Ängste,... Wenn Eltern den familiären Alltag einfach so aus dem Handgelenk schütteln könnten, dann würden sie doch viel mehr Kinder in die Welt setzen und der Mensch seine eigentliche Aufgabe der Fortpflanzung besser erfüllen. Dahinter steckt für mich also keine Logik.

So, und hier kommen wir jetzt zu meinem nächtlichen Kuriositätenwunsch, auf den ich vorher schon angespielt habe: Wie cool wäre das bitte, wenn Kinder eine Anzeige hätten. Nein. Nicht von der Polizei, sondern tatsächlich so ein Display. Irgendwo am Körper, vielleicht am Rücken? Auf dem man ablesen kann, welches Bedürfnis sie gerade befriedigt brauchen. Weinen – nachschauen - ah, Hunger! Jammern – nachschauen - ah, kuscheln! Superpraktisch. Oder warum gibt es nicht einfach einen Knopf, der die Kinder vom Wach- in den Schlafmodus befördert. Vorab die Stundenanzahl einstellen, brrrrrr, Regler hochdrehen. Sagen wir mal, auf 11 Stunden oder so. Dann den Play-Knopf drücken, das Kind fällt um (oder netter formuliert: fällt in den Schlaf) und wacht erst exakt nach diesen voreingestellten 11 Stunden wieder auf. Das würde doch unsagbar entspannen, oder?! Das Baby ist morgens ausgeschlafen, quietschfidel und bereit für neues Lernen. Und die Mutti, was soll ich sagen, die ist zur Abwechslung auch mal bestens gelaunt und steht nach der abgelaufenen Schlafzeit voller Vorfreude auf ihren Liebling aktiv zur Verfügung. Eine Win-win-win Situation also. Kind gewonnen, Mutter gewonnen, Natur gewonnen. Das ist ja in der Realität fast nie der Fall, seien wir mal ehrlich. Irgendwer (meistens die Mama) bleibt da immer auf der Strecke.

In der Realität raunzen und jammern unsere Kinder oft und wir kommen einfach nicht drauf, was ihnen wirklich fehlt. Oder sie sind schlichtweg zu müde, um zu schlafen, das finde ich ja am merkwürdigsten. Selbst wenn sie hundemüde sind, kriegt man sie erst dann ins Bett, wenn sie nach langem Wehren irgendwann von selbst umkippen. Legt man sie hingegen zu früh in die Daunen – schwerer Fehler - dann blutet die Nase. Oder die Lippe. Oder beides zugleich. Ehrlich! Zumindest war das bei mir schon einige Male so. Durch das noch gar nicht müde Herumzappeln im Dunkeln fange ich oft ganz schön was ab. Headbutts sind leider keine Seltenheit. Da bin ich mehr Punching Ball als kuschelnde Stofftier Kuh.

Na ja, und das war’s auch schon von dieser mäßig spannenden Geschichte. Am Ende des Tages kriegen wir die Bedürfnisse unserer Süßen doch immer irgendwie befriedigt, auch ohne Anzeige. Und schlussendlich schlummern sie ja doch alle irgendwann einmal weg, ohne einen Zeitschalter betätigt zu haben. Geht alles. Irgendwie und irgendwann. Aber nichtsdestotrotz werde ich mir diesen Knopf wahrscheinlich schon heute Abend wieder herbeisehnen, wenn mein Kind mich beim Betten-Breakdance als ungewollten Tanzpartner auserwählt.


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