• Mama

SCHAUMPARTY, YEAH!

Und bald ist es um, dieses wirklich merkwürdige Jahr 2020. Ich wünschte, ich hätte in diesem Jahr ein paar mehr Momente zum ausgiebigen Lachen gehabt. Es war durchzogen von wirklich vielen Emotionen - aber ehrliches Lachen war da weniger dabei. Deshalb lasse ich euch heute zum Schluss noch eine für mich persönlich sehr lustige Geschichte hier, die mir sicher auch beim Schreiben wieder ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern wird. Und das brauche ich gerade sehr!


Hier kommt sie (und ich muss schon schmunzeln)!

Als unser Muhnikat so etwa dreieinhalb Jahre alt war, liebte er all jene Erzählungen, die mit „Als du ein Baby warst...“ begannen. Interessiert haben ihn sowohl die eigenen Babygeschichten als auch jene aus der Zeit, als Mama und Papa noch klein waren. Letztens hab’ ich ihm also erklärt, dass wir früher (in den guten alten 90ern) oft auf Schaumpartys waren. In der damals trendigsten Disko der Stadt namens „Nachtschicht“. Legendär. Gut, ja, stimmt! Da war ich kein Baby mehr, aber noch ziemlich jung (und knackig und motiviert und lustig), deshalb gilt das. Also, ich hab’ ihm erzählt, dass wir zu sehr coolen Liedern getanzt und diese extrem laut mitgesungen haben. Dass ich heute noch immer ein schönes Gefühl in meinem Bauch spüre, wenn ich diese Lieder höre.


„Old Mac Donald?“, wollte er wissen.

„Ähm. Ja, so etwas Ähnliches!“ meine Antwort.


Ich erzählte weiter: „Da war rundherum alles voll mit weißem Schaum. Der war einfach überall auf der Tanzfläche und er wurde mit viel Tammtamm aus einer Schaumkanone geschossen.“


„Was ist eine Schaumkanone?“

„Na ja, eigentlich ist eine Kanone eine große Waffe, die mit schweren Kugeln schießt und dabei Häuser kaputt macht.“


„Waren die Tiere dann tot?“, kam da aus meinem Kinder heraus.

„Welche Tiere?“

„Die von Old Mac Donald!“

„Ähm, da gab’s keine Tiere, Schatzi, nur tanzende Jugendliche und viel Schaum!“

„Auch keine Kühe?“

Na ja, hm. Ich habe kurz überlegt, was ich antworten soll. Weil ein paar „blöde Kühe“ gab es in dieser Disko tatsächlich immer. Aber das würde jetzt zu weit gehen.

Deshalb: „Nein, keine Kühe! Wir haben einfach im Schaum zu lustigen Liedern getanzt und uns gefreut, dass wir bis zur Unterwäsche nass und klebrig waren und dass dieses giftige Zeug in unseren Augen gebrannt hat wie Chili. Das fanden wir aus irgendeinem Grund richtig, richtig witzig!“


Oh, das ist mir jetzt rausgerutscht. Das wollte ich eigentlich gar nicht so detailliert formulieren.


„Warum?“, warf er mit gerunzelter Stirn ein.

„Warum was?“, musste ich hinterfragen.

„Warum bist du zur Schaumparty gegangen?“

„Hm, gute Frage...“, so ad hoc fiel mir gerade nichts Brauchbares ein. Ich kann es ja bis heute nicht so richtig nachvollziehen, warum mit 18 Jahren gerade eine Schaumparty das höchste der Gefühle war.


Zum Glück unterbrach er aber mein Grübeln sofort: „Ich will auch auf eine Schaumparty gehen!“

Ich verwundert: „Echt? Wirklich?“ Ich ging davon aus, dass ihn das Gesagte total abschrecken würde. Wieder kurze Denkpause. „Okay, ich mach’ dir eine! In der Badewanne. Ohne nasse Unterwäsche und ohne Chili in den Augen. Mit Old Mac Donald aus dem CD-Player. Eine supercoole Tinti Schaumparty!!! Da klebt nix, da brennt nix! Und ich komm’ mit rein. Um der guten alten Zeiten willen und damit du dann auf jeden Fall auch eine Kuh dabei hast. Die gab’s ja früher schließlich auch en masse in Discos.“


So, jetzt habe ich geschmunzelt und gelacht. Das tat gut! Ich hoffe, ihr auch ein wenig. Guten Rutsch, liebe Mama Muh-Freunde, wir lesen uns nächstes Jahr!



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