• Mama

STIER MIT HODEN

„Kühe mag ich spielen!“ Wer kennt’s? Als müde Mama bei dem immergleichen Spiel zu hocken. Jeden Tag. Zum 3.974. Mal. In dieser Woche, versteht sich! Das kostet Kraft! Und auch Überwindung. Vor allem gepaart mit dieser unsagbaren Müdigkeit resultierend aus den nicht sehr ergiebigen Nächten fiel mir das zwischendurch echt schwer. Und manchmal habe ich während des Mama-Kind-Spiels einfach nicht mehr als ein lapidares „Mhm!“ herausbekommen.


Mein Sohn brauchte wirklich den ganzen Tag Zuspruch und Beschäftigung. Er zeigte alles, was er konnte, wollte alles wissen. War wahnsinnig wissbegierig, lernwillig und daher im Kopf ständig auf 100 Prozent. An sich schön und in diesem Alter völlig normal, aber für eine echt ausgelaugte Mutter ein ernsthaftes Problem. Das eigentliche Problem dahinter: Ein „Mhm!“ reichte ihm nämlich leider nicht! Wenn er also „Schau, Mama, eine Kuh!“, rief, dann konnte ich diese Aussage nicht freudig lächelnd mit einem „Mhm!“ bestätigen. Nein. Er verlangte zumindest einen vollständigen Satz: „Ja, das ist eine Kuh!“ Dieses Minimum an ungeteilter Aufmerksamkeit forderte er jedes Mal. Wenn nicht zumindest dieser Satz folgte, wiederholte er seinen Satz immer und immer wieder. Eben so lange, bis der gewollte Satz fiel. Da war er ausdauernd! Unfassbar, ich sag’s euch! Und das ging sogar noch weiter. Irgendwann reichte ihm auch ein vollständiger Satz nicht mehr, sondern er wollte noch eine Spezifikation dazu. Ein „Das ist eine weiße Kuh mit braunen Flecken!“ oder „Das ist wahrscheinlich ein Stier. Schau mal, ob der Hoden hat!“ So etwas in diese Richtung.

Und deshalb war unser Kind mit zwei Jahren schon ein Tierexperte. Er unterschied Kuh, Stier, Kalb, Longhorn Rind, Grauvieh, Arena Stier, blablabla... ebenso wie weitere Hufviecher und auch alle anderen Tiere in bewundernswerter Perfektion. Er drehte und wendete sein Spielzeug in alle Richtungen, um alle Körperteile gut sehen zu können. Wollte stundenlange vorgelesen bekommen. Ein tierischer Wiffzack, den nicht wir als Eltern bewusst so herangezüchtet haben, sondern der aus eigenem, unbändigem Antrieb zum Fauna-Fachmann wurde. Wie schön ist es doch, wenn man als Kind eine Leidenschaft noch so ungebremst ausleben kann! Beneidenswert. Und ermüdend für uns als Mütter.

Ich unterstütze dieses beeindruckende Tierinteresse unseres Kindes trotzdem schon seit vielen Monaten und bin mir sicher, dass ich ihm für die ersten Jahre seines Lebens auch weiterhin die gewünschten Informationen liefern kann. (Wobei ich etwa bei detaillierteren Fragen zum Thema Stierhoden passen musste, zugegeben.) Wenn ich mal anstehe, dann greife ich zum allwissenden Handy. Das weiß immer alles. Google sei Dank kann ich meinen Sohn auch in Zukunft mit den geforderten Details versorgen, seinen Wissensdurst stillen und ihn für einen kurzen Moment zufriedenstellen. Also, meistens. Heute in der Kategorie „aufgefrischtes Wissen“: Gänseküken = Gössel; männliche Gans = Ganter



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