• Mama

VERERBTE KUHHOSE

Unendlich groß. Faszinierend und ausdauernd. So beschreibe ich die Liebe unseres Sohnes zu Kühen gerne. Liebevoll verrückt, könnte man auch sagen. Davon hab' ich ja schon mehrmals berichtet. (Ein paar Geschichten zum Nachlesen: https://www.mamamuh.com/post/drillingskühe

https://www.mamamuh.com/post/viel-zu-viel-butter). Und das hat mich auf eine, wie ich finde, ziemlich interessante Idee gebracht: Könnte es tatsächlich sein, dass ich ihm diese Liebe zu Kühen schlichtweg vererbt habe? In die Gene und somit quasi in die Wiege gelegt?


Wann genau meine eigene Liebe zu Kühen entstand, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Denn heute existiert sie nicht mehr. Es dürfte aber kurz vor meinem 18. Geburtstag gewesen sein. Da fand ich alle Huftiere einfach soooo süüüß. Diese Zuneigung ging sogar so weit, dass ich mich weigerte, Rindfleisch zu essen. Die entzückenden Kuhschnauzen, die großen Schlabberzungen waren für mich einfach nur unfassbar niedlich. Ein Kalb zubereiten und/oder verspeisen – eine damals für mich barbarische und nicht nachvollziehbare Unart! Pfui!


Meine ziemlich offensichtlich ausgeprägte Kuhliebe blieb natürlich nicht unbemerkt. Kuhkissen, Kuhhäferl, Kuhbleistift, Kuh-was-weiß-ich. Man kann sich das kaum vorstellen, wie viele gefleckte Produkte am Markt herumschwirren.


Meine Schulfreundinnen haben damals sogar ihr Taschengeld zusammengelegt, um mir einen ganz besonderen Geburtstagswunsch zur Volljährigkeit zu erfüllen: Eine Raverhose aus Kuhfell. Ein Kuhfell-Imitat selbstverständlich. Ein Traum wurde wahr! (Haha, es leben die 90er Jahre, cool!) Ein sündhaft teures Teil - es waren 1000 Schilling, glaube ich, die meine Freundinnen dafür hinblättern mussten. Mit diesem modischen Accessoire eine Runde über die Tanzfläche raven. Ich wäre bestimmt die Einzige mit echt geiler Kuhhose und somit ein Blickfang in unserer Stammdisko gewesen. Mit der Betonung auf "WÄRE"! Weil: Ich hab' schlussendlich nie in dieses aus heutiger Sicht verboten schrullige Ding reingepasst. Bauch zu dick. Oder - charmanter ausgedrückt - Hose zu eng geschnitten. Ewig schade. Ein negativer Nebeneffekt der wiederholten jugendlichen Fastfood-Mittagssünde, muss ich zugeben! Aber egal. Das ist eine andere Geschichte. Ich hatte sie, meine ganz eigene Kuhfell-Raverhose (wenn auch nur im Schrank). Danke, Mädels!


Na ja, meine eigene verrückte Kuhphase war allerdings nicht von langer Dauer, im Gegenteil zu meinem langatmigen Sohn. Heute nämlich keine Spur mehr von dieser vorübergehend absurden Tiervernarrtheit. Sympathie ja, aber keine Liebe. Heute bin ich leidenschaftliche Steakesserin – und verständnisvolle Mama eines kuhliebenden, wohl erblich vorbelasteten Sohnes. Ich gehe jetzt in den Keller und suche diese Hose. Die werde ich meinem Sohn gleich dazuvererben. Sein süßer Bauch passt da ja noch dreimal rein.


Wenn du neue Geschichten gleich als Erste/r lesen möchtest, registriere dich hier! Natürlich kostenlos und unverbindlich. https://www.mamamuh.com/abonnieren


#mamamuhcom#highneed#highneedkind#highneedbaby#mamablog#mamablogger#momlife#mama#baby#mamablogger_at#mamamblogger_de#mamablogger_ch#mummylife#lebenmitkind#lebenmitkindern#mamaalltag#lebenalsmama#mamasein#mamaliebe#familienblog#motherhood#kinder#mummylove#toddlerlife



0 Ansichten