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WENN DIE MAMA MIT DEM SOHNE

Sobald der Thronfolger durch ein Geschwisterl buchstäblich vom Thron gestoßen wird, bedeutet das jede Menge gefühlvoller Arbeit für die Eltern. Bei uns ist es ja so, dass der Erstgeborene ein sehr starker, fordernder Charakter ist. Womit wir nicht gerechnet haben: Die Zweitgeborene ist ein noch viel stärkerer Charakter. Sie weiß genau, was sie will und vor allem auch, was sie nicht will, und schreckt nicht davor zurück, das auch lauthals kundzutun.


Außerdem klebt die Kleine an mir wie eine Klette und lässt sehr vieles im Alltag nur von Mama erledigen. Da kommen dann so Aussagen wie: „Ich brauche kein Kuscheltier, ich habe meine Mama!“ Deshalb kommt es wirklich oft vor, dass der Große mir was zeigen oder etwas mit mir spielen möchte, die Kleine das aber schlichtweg nicht zulässt. Da blutet einem schon auch hin und wieder das Mamaherz, wenn der Große immer zurückstecken muss.


Deshalb gibt es bei uns exklusive Mama-Sohn-Zeit, in der ich wirklich nur etwas mit ihm unternehme. Da gibt es Shopping-Tage, an denen wir uns in Ruhe jede Menge Bastelzeug oder Tintis aussuchen. Letztens sind wir mit der U-Bahn durch Wien gefahren und haben den ganzen Tag im Tiergarten Schönbrunn verbracht. Sogar einen leuchtenden Skorpion haben wir dort gesehen! Den werden wir nie vergessen. Während eines Lockdowns haben wir uns sogar einmal einen Burger geholt und diesen im Auto verspeist. Von diesem Abenteuer erzählt mein Sohn auch ein Jahr später noch – wie cool das für ihn war!


Ja, ich wünschte, ich könnte meinen Sohn öfters zur Seite nehmen, um ihn nach seinem Befinden zu fragen, ihm einfach nur in Ruhe zuzuhören und ihm das Gefühl zu geben, dass er für mich nicht vom Thron gestoßen wurde.



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